VMware vSphere Homelab: Die erste VM läuft im PoC

vSphere Web Client - vCenter

Heute Abend habe ich endlich wieder Zeit gefunden um mich um meinen Proof of Concept (PoC) zu kümmern. Wie vor einiger Zeit angekündigt arbeite ich derzeit an einem PoC für mein Homelab. Das Ziel des Homelab ist eine Anzahl an nested ESXi auf einem physischen ESXi zu installieren, und ganz oben drauf, auf den nested ESXi, einige VMs zu Testzwecken einzurichten. Schlussendlich soll mir das Homelab zum besseren Verständnis der VMware Technologien und zur Vorbereitung auf Zertifizierungsprüfungen dienen. Da noch nicht die gesamte Hardware bei mir ist (eine gute Basis ist sehr wohl vorhanden, es fehlen aber noch verschiedene Komponenten) musste ich mich etwas einschränken. Im Blogpost über die ersten Gehversuche im Homelab habe ich die ersten Schritte erklärt.

Nun habe ich heute Abend also meine erste VM innerhalb des PoC Homelabs, also dem ESXi Cluster mit VSAN, eingerichtet und installiert. Es war zu Beginn etwas mühsam. Ich bin auf das eine oder andere Problem gestossen welches ich lösen musste. Angefangen bei der VM-Konsole, über das Mounten des ISO-Images für das Betriebssystem bis hin zu DNS.

Problem 1 – PoC und die Eingabegeräte

Besonders mühsam war die VM-Konsole, also der “Bildschirm” über welchen ich die VM anschauen und bedienen kann. Mit vSphere 6 läuft der vSphere Web Client richtig gut. Ich habe im ersten Moment gar nicht daran gedacht den C# Client (Fat Client) zu installieren. Die Performance des Web Client ist toll, ein riesiger Sprung im Vergleich zu dessen Vorgängerversionen. Jedoch ist es so eine Sache mit der VM-Konsole in der HTML5 Oberfläche im Browser. Die Tastatur hat funktioniert, auch klicken mit der Maus war drin, aber den Cursor konnte ich nicht bewegen. Ich denke da herrscht noch Nachholbedarf seitens VMware. So musste ich dennoch den VMware vSphere Client herunterladen und installieren und konnte dann über diesen bequem die VM-Konsole starten.

Problem 2 – ISO-Image in den Datastore laden

Zugegeben, dieses Problem ist noch nicht gelöst. Aufgrund der nichtssagenden Fehlermeldung konnte ich hier auf die Schnelle keine Lösung finden. Es war nicht möglich via Browser (HTML5 Web Client) ein ISO-File in den VSAN Datastore hochzuladen, um dies dann bspw. für die Installation einer VM zu nutzen. Also musste ich das ISO-Image beim virtuellen (nested) ESXi einbinden und durchreichen. Das ist sicher nicht der übliche Weg, aber er hat funktioniert. Und nur für den PoC reichts allemal. Aber ich suche noch nach einer Lösung für dieses Problem.

Problem 3 – DNS, DNS, DNS…

Wenn es in einem Netzwerk zu irgendwelchen Problemen kommt, ist das wohl einer der ersten Punkte den man prüft. DNS. Kann ich den Hostnamen pingen? Wird der Hostname korrekt in eine IP-Adresse aufgelöst? Funktioniert das ganze auch zurück?

"Unable to connect to the MKS: Login (username / password) incorrect"

Das war die Fehlermeldung wenn ich die VM-Konsole starten wollte. Ein erster Ansatz war eine Konfigurationsdatei von VMware Workstation anzupassen und dort drin den “authd.client.port” auf Port 902 zu stellen (war bei mir 903). Anschliessend noch den “VMware Authorization Service” sowie den “VMware Workstation Server” neustarten, dann sollte es gehen. Sollte. Ging aber nicht. Also weitergrübeln und suchen. Ich fand einen Beitrag in der VMware Community der schlussendlich zur Lösung half. Anscheinend sind gewisse VMware Dienste / Programme heikel was DNS angeht. Wenn DNS nicht sauber funktioniert, funktionieren auch bestimmte Dinge bei VMware nicht. So konnte ich mich bspw. über die IP-Adresse der vCenter Server Appliance mit dem vSphere Client anmelden. Sobald ich aber die VM-Konsole öffnen wollte, erschien obige Fehlermeldung.

Sodann habe ich auf meinem Rechner das Hosts-File gesucht und die notwendigen Einträge gemacht. Anschliessend habe ich mich über den FQDN der vCenter Server Appliance mit dem vSphere Client verbunden und konnte erfolgreich die VM-Konsole starten.

Ach ja, so sieht sie aus, die erste VM im PoC Homelab…

VMware vSphere Homelab – erste Gehversuche

VMware Workstation 12 Pro

Gestern Abend habe ich meine ersten Gehversuche mit einem VMware vSphere Homelab gestartet. Ja, Gehversuche. Weil ich keine unlimitierte Hardwarekapazität zu Hause habe, und nicht hunderte von Dollar in ein virtuelles Lab in der Cloud investieren kann und will, musste ich mir erst mal Gedanken machen wie ich das ganze angehen soll. Also musste ich ein Proof of Concept für ein Homelab erarbeiten.

VMware Workstation 12 Pro - Homelab
VMware Workstation 12 Pro – Homelab

Ich musste meine Idee zu Papier bringen, um zumindest die grössten Fallstricke im Vornherein zu erkennen und zu lösen. Welche vorhandene Hardware kann ich nutzen und wie kann ich sie erweitern? Wie installiere ich einen Hypervisor als virtuelle Maschine und wie verwalte ich das ganze? Brauche ich dazu einen Domaincontroller? Wie mache ich das mit dem Storage?

Das waren einige der Fragen die ich mir für mein Homelab stellen musste und auf die ich auch Antworten gefunden habe. Anschliessend habe ich viel Zeit mit Recherchen verbracht, im Internet gesucht wie das andere Leute gelöst haben. Viele interessante Ansätze, technisch anspruchsvolle Lösungen und verschiedenste Hardware konnte ich so kennen lernen. Und natürlich auch mit meinen Ansätzen vergleichen um zu sehen ob es noch weitere Fallstricke gibt.

Somit werde ich als übernächsten Schritt meine ehemalige Workstation mit zusätzlicher Hardware aufrüsten. Die ersten bestellten Teile sind bereits eingetroffen und warten auf die Montage. Die CPU-Basis ist gut, genügend Cores sind vorhanden. Dazu gesellen sich dann 64 GB Ram und verschiedene SSD-Disks sowie ein SAS-Controller. Weitere Details dazu liefere ich sobald diese Maschine zusammengebaut ist. Und wer weiss. Vielleicht wird Version 2.0 meines Homelab ja auch aus einigen kleinen Intel NUC’s bestehen…

Die ersten Schritte im Homelab

Parallel zur Hardwareplanung und -Beschaffung habe ich mit VMware Workstation eine kleine Version meines Homelabs auf meiner aktuellen Workstation eingerichtet. Mit diesem Minilab arbeite ich am Proof of Concept. Wenn die Hardware mal zusammengebaut ist, will ich nicht tagelang mit der Installation beschäftigt sein, dann will ich die Ressourcen schnell nutzen und mit dem Lab produktiv arbeiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Tests von verschiedenen Szenarien als auch dem Ausprobieren der Technik und Software sowie der Vorbereitung auf Zertifizierungsprüfungen.

Jetzt aber mal los…

Zuallererst kümmerte ich mich um die Installation eines Domaincontrollers. Aufgrund eines bereits vorhandenen Server-Templates auf Basis von Windows Server 2008 R2 konnte ich hier den Zeitaufwand drücken. Folglich war rund eine Stunde und einige Windows Updates später eine Domäne inkl. DNS-Server eingerichtet.

Dank dem Blog von William Lam konnte ich auch den Zeitaufwand für die Installation von virtuellen ESXi Servern auf ein Minimum reduzieren. Nach etwas weniger als zehn Minuten waren drei ESXi installiert, konfiguriert und bereit. Auch auf dem Blog von Florian Grehl habe ich gute Tipps gefunden wie man schnell und einfach eine vCenter Server Appliance in Betrieb nimmt. Das Deployment an sich war einfach. Allerdings habe ich mir dann doch ernste Gedanken gemacht ob das Ding jetzt läuft oder nicht, als sich nach 10 Minuten der Ladebalken noch keinen Millimeter weiter bewegt hat. In den Kommentaren zum Artikel von Florian Grehl habe ich aber dann gelesen dass es gut mal eine Viertelstunde dauern kann bis vCenter das erste Mal gestartet ist. Puhh, nochmal gut gegangen.

Homelab Troubleshooting und erste Bilder

Heute Abend werde ich den Fehlermeldungen im vCenter auf den Grund gehen. Insgesamt sind elf Warnungen und Alarme vorhanden welche Virtual SAN betreffen, alles Integritätsalarme. Ich bin gespannt was dabei rauskommt. Nun folgen aber erst mal einige Bilder des “Setups”. Mehr Informationen zum Troubleshooting gibt es zu einem späteren Zeitpunkt.

VMware vCenter Server Appliance – Update von 6.0 auf 6.0 Update 2

vCenterHeute zeige ich euch in einem kurzen Abriss wie man die vCenter Server Appliance in der Version 6.0 auf Update 2 aktualisiert. Dieses Vorgehen unterscheidet sich ganz wesentlich vom Upgrade-Prozess von Version 5.5 auf Version 6.0. Es ist nämlich wesentlich kürzer und damit in wenigen Minuten erledigt.

Ihr ladet euch erst mal den notwendigen Patch herunter. Das macht ihr über diesen Link (VMware Login erforderlich). Und bevor ihr ein Update auf eure Appliance installiert, empfiehlt es sich zumindest einen Snapshot zu erstellen, bestenfalls ein vollständiges Backup durchzuführen (bspw. mit Veeam Backup & Replication).

  1. Nun bindet ihr das ISO-File via vSphere Client oder Webclient in eure laufende Appliance ein und stellt sicher das der Haken bei “Connected” gesetzt ist.
  2. Verbindet euch dann via SSH (bspw. mit PuTTY) mit euer vCenter Appliance.
    1. SSH muss allenfalls zuerst aktiviert werden.
    2. Öffnet dazu im vSphere- oder Webclient die Console der Appliance, drückt F2 => “Customize System” => “Troubleshooting Mode Options”.
  3. Im nächsten Schritt werden die Installations-Pakete von der DVD (ISO-Image) erst mal in der Appliance bereitgestellt (staging).
    1. software-packages stage --iso
  4. Ihr könnt die bereitgestellten Pakete noch kontrollieren indem ihr die Liste anzeigen lässt.
    1. software-packages list --staged
  5. Und mit dem nächsten Befehl wird die Installation gestartet.
    1. software-packages install --staged
  6.  Zum schluss wird die Appliance neugestartet.
    1. shutdown reboot -r "patch reboot"

Natürlich geht das ganze auch direkt ohne staging im Voraus.

Wenn ihr ein ISO-Image eingebunden habt, geht das mit diesem Befehl:
software-packages install --iso

Anschliessend die vCenter Appliance neustarten mit dem Befehl:
shutdown reboot -r "patch reboot"

Das wars. Die vCenter Appliance läuft nun auf dem aktuellsten Stand. Prüft auf jeden Fall ob eure Einstellungen für Cluster, DRS, HA etc. weiterhin passen. Ändern sollte sich mit dem vCenter Update nichts diesbezüglich. Weitere Informationen, mehr im Detail, gibt es natürlich direkt bei VMware in der Knowledge Base oder im Dokumentationcenter.

Quellen zum vCenter Appliance Update